Eine Selbsthilfegruppe finden

Das heutige Leben stellt hohe Anforderungen an die Menschen. Viele sind diesen nach schweren Schicksalsschlägen oft nicht mehr ohne Weiteres gewachsen und benötigen eine Auszeit. Bei der Wiedereingliederung in den Alltag können dann entweder ein Therapeut oder ein Pfarrer, häufig aber auch eine Selbsthilfegruppe behilflich sein. Oft werden diese Angebote auch miteinander kombiniert. Speziell das Angebot der Selbsthilfegruppe soll im Folgenden einmal genauer vorgestellt und beschrieben werden.

Menschen mit psychischen oder körperlichen Problemen fühlen sich oft einsam und unverstanden. Das nähere Umfeld, sofern überhaupt vorhanden, weiß mit den Krankheiten häufig nicht umzugehen und vermittelt nicht die nötige Unterstützung. Auch ein Therapeut kann nur begrenzt nachempfinden, wie der Betroffene sich gerade fühlt. Über das Lehrbuchwissen hinaus geht hingegen die Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe. Dort finden sich Menschen zusammen, die das gleiche Schicksal miteinander teilen. Das kann eine traumatische Erfahrung wie beispielsweise ein schwerer Unfall oder eine Gewalttat sein. Es kann sich aber auch um einen schweren Verlust, eine Suchtmittelabhängigkeit oder eine chronische Krankheit handeln, die den Menschen im Alltag einschränken. In der Selbsthilfegruppe kann dann mit Personen, die ähnliche Erfahrungen machen mussten, darüber gesprochen werden. Die Teilnehmer der Selbsthilfegruppe fühlen sich dadurch verstanden und bestärkt.

Die Selbsthilfegruppe als Mittel zur Problembewältigung bietet sich auch für Chemikalienopfer an. Wer aufgrund einer Arbeit im Labor oder dergleichen schwere Folgeschäden erlitten hat, der kann sich in der Selbsthilfegruppe mit anderen Geschädigten austauschen und über deren Umgang mit dem eigenen Schicksal hören.